18. Dezember 2012: Wenn ich einmal alt bin

Barbies_P1„Zwei fünfzehnjährige Mädchen unterhalten sich. Zwanzig geht ja noch, so grade. Aber dreißig! Ne, das is so ultra. So alt will ich nie werden.“ Der Schriftsteller erzählt, dass er mit Mitte Vierzig die Hälfte seines Lebens verbraucht habe und ihm die Rückschau auf fünfzehn wie ein Wimpernschlag vorkomme. „Wenn ich mal pensioniert bin“, sagen viele. Und fächern ihre Träume auf. Nach Spanien ziehen. Malen. Schreiben. Schlafen bis in die Puppen. Klar, mit den Puppen geht ja nicht mehr, dann, irgendwie. Viele freuen sich auf’s Alter. Auf die Zeit, die sie sich frei einteilen können, dann. Darauf, mit ihrem Partner alt zu werden. Mit den Enkelkindern zu spielen, Cricket unter Orangenbaumblüten, meinetwegen. Und nie mehr weggehen zu müssen.

Ich verstehe das nicht. Ich will nicht älter werden, auch, wenn ich weiß, dass ich muss. Im besten Fall! Weil ich keine Träume habe, die am Horizont darauf lauern, verwirklicht zu werden. Weil ich alles in Händen halte, was ich später vielleicht nicht mehr werde halten können. Einen Stift. Meine Erinnerung. Ideen. Plots.Weil die Vorstellung, mit einem alten Mann vor einem überlauten Fernseher zu sitzen, mir die Nackenhaare aufstellt. Weil ich die fünf Katzen und drei Hunde im Grunde auch jetzt schon haben könnte. Und weil die Enkel doch auch keine Lust hätten, der Oma beim Krimischreiben zuzuschauen. Obwohl…. vielleicht gäbe es spannende Horrorgeschichten….

Nein. Ich kann nichts damit anfangen, dass ich älter werde. Ich will auch nicht jünger sein. Ich würde am liebsten so bleiben, wie ich bin. Wenn ich mir das jeden Tag sage, dann passt es ja unter’m Strich wieder!

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