Adentskalenderkrimi 2.0. 22. Dezember: Neustart.

Auch wenn mein Herz grade singt und lacht, in meinem Kopf bohren die Fragen. Ich schiebe meine Hand unter seinen Rücken. Streichle mit der Zunge seine Ohrmuschel und flüstere – ich klinge eher müde als überzeugend, dabei – : „Franck, was los mit mir? Kommmm, sagsssss“. „Hmmmmm“ brummt er genüsslich. dann, fragend: „Hmmm?“ „Frahanck, komm schon“ „Schon wieder?“ murmelt er. „Ich kraule seine Schultern und warte auf eine Antwort. Als ich aufwache, scheint die Sonne ins Zimmer. Franck liegt dicht neben mir und schaut mich aus der Horizontalen schräg an. „Gisa“, sagt er. „Ja?“ „Gisa, das war so nicht geplant, weiß du? Ich war ziemlich lange weg, in Frankreich, in der Türkei. Geschäftlich. Ich bin da an die falschen Leute geraten. Ich geb’s zu. Das Leben ist nirgendwo einfach. Als Ausländer schon gar nicht. Und ich hab nun mal’n Faible für schnelle Autos. Und für schnell verdientes Geld. Ich…… ich wollte aussteigen. Aber….. die sind mir nach. Ja. Und als ich so ganz tief drin saß, in der Scheiße, da stehst plötzlich zu neben mir an der Kasse. Gisa – ich liebe dich!“

Er hat das alles fast in einem Atemzug gesagt und ganz leise. Ich musste mich total anstrengen, um kein Wort zu verlieren. Aber ich habe alles verstanden. Vor allem das, was er nicht gesagt hat. „Und? Ist jetzt alles vorbei?“ Ich versuche, meiner Stimme einen leichten Klang zu geben. „Ja, jetzt ist alles vorbei. Fast“.

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