Adventskalender 2.0. 21.Dezember: Punkt oder Strich?

Diesmal dauert es nur ein paar Minuten, bis ich wieder wach bin. Meine Stirn tut höllisch weh, und etwas kleckert klebrig die Wangen hinunter. Ich lehne an der Badewanne. Franck kommt aus der Küche, ein Kühlelement in der einen, einen Waschlappen in der anderen Hand. „Du kriegst ne Riesenbeule. Außerdem hast du dir die Stirn aufgeschlagen. Ich hab dir doch gesagt, du hattest ne Gehirnerschütterung!“ „Ach ja, und woher, bittesehr?“ Bevor ich dich kannte, war mein Leben vielleicht langweilig, ich hatte keinen Hummer sondern Semmeln aus der Tüte und dazu ne Zigarette. Aber auf diese Art von Spannung kann ich, glaube ich, verzichten“. Ich funkele ihn an. Aus die Maus, denke ich. Egal, was dieses dumme Herz da drinnen macht. Soll es wummern und heiß laufen. Ich bin eben nicht gemacht für ein Leben  auf der wilden Seite der Straße. „Sorry, Gisa. Tut mir leid. Aber wie die Dinge stehen, wirst du mich jetzt noch nicht los“. Franck sagt das ohne Bedauern. Ich höre sogar ein kleines, lustiges Ende direkt vor dem Punkt.

„Was soll das…?“ setze ich an. Aber da verschließt er mir schon den Mund mit seinen Lippen, schiebt die Zunge zwischen meine Zähne und trägt mich ins Schlafzimmer, als sei ich eine Schaufensterpuppe. „Jaaaa“…. schreit mein Herz. Und während wir miteinander schlafen, sehe ich uns vor mir, morgen früh, wie wir Kaffee trinken, in der Sonne. Hand in Hand durch den Englischen Garten gehen. Ins Auto steigen und einfach Richtung Süden fahren. Oh nein! Nicht schon wieder!

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