Adventskalenderkrimi 2.0. 11 Dezember: Klingelzeichen.

Aus den Augenwinkeln sehe ich noch, wie der schwarze Wagen wendet und gegenüber einparkt, alles ohne Licht. Verdächtig vielleicht, aber ich habe jetzt keine Zeit, mich zu wundern. Oder Angst zu haben. Dazu ist der Moment viel zu wertvoll. Spannend. Aufregend. Einfach geil…….

Es klingelt. Ich stehe mitten auf dem Markusplatz in Venedig und mein Handy klingelt. Ich warte auf Franck, schon seit einer halben Stunde. Jetzt klingelt mein Handy. Ich krame in meiner Tasche, aber ich finde es nicht. Hektisch fische ich in dem viel zu großen Sack, ich muss mich beeilen, sonst legt er auf. Portemonnaie, Kalender, Schminktasche. Kein Handy. Und es klingelt immer weiter.

Ich mache die Augen auf. Stehe nicht auf dem Markusplatz. Ich liege im Bett. In meinem Bett. Franck atmet neben mir, tief und gleichmäßig. Jetzt schnarcht er. Es ist sein Handy, das klingelt. Ich bringe es nicht übers Herz, ihn zu wecken. Aber es hört nicht auf. Sei still, beschwöre ich es. Nö. Da nehme ich den Anruf an. Drücke das Handy ans Ohr. „Hey Alter, isch weiß dass du da bist“. Die Stimme kenne ich. „Sag mal spinnst du jetzt oder was?“ Franck reißt mir das Handy aus der Hand. Schaut auf das Display. Zieht sich an. Und geht.

 

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