Adventskalender 2.0: 2. Dezember. Alles auf Anfang.

Der Park ist nass und grau. Nass und blau war Sommer. Neun Uhr morgens und immer noch kauert Dunkelheit zwischen den Ästen. Unfarben des Winters. Scheiße! Ach wenn mir das Glück so an den Fersen kleben würde wie Hundekot! Laubbraune Bomben überall. Als ich an der Apotheke vorbeilaufe denke ich an Rattengift. Im Tengelmann ist alles neu. Und teurer. Da kann ich ja gleich an der Tanke einkaufen. Dafür haben sie jetzt kein Geld mehr fürs Kassenpersonal. „Tschuldigung, ich habs eilig, mein Baby ist allein zu Hause“, murmele ich und schiebe mich an drei Leuten vorbei. „Spätgebärende, was?“ witzelt jemand hinter mir. „Drecksack“, denke ich. Der Typ vor mir dreht sich um. „Hey hey! Und ich hab ne sterbende Oma daheim. Hier wird nicht gedrängelt“. Schaut mich an. Augen werden größer. Nasenlöcher weiter. „Gehnse nur vor“, nuschelt er dann und dreht sich wieder weg. Schade. Sah gar nicht schlecht aus.

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