Frau ohne Gefühle VI

Es hat wieder zu schneien begonnen. Pünktlich am Morgen seiner Abfahrt rieselte das weiße Gold vom Himmel, als wären Frau Holle alle Federbetten geplatzt. Nun, seinen Geldbeutel wird das weiße Glück nicht mehr zum klimpern bringen, soviel steht fest. Die letzten beiden Tage hatte er dem Touristenort kaum einen Cent geschenkt. Mit dem Buch unterm Arm war er aus der Buchhandlung gegangen, gesenkten Kopfes gegen den allzu trockenen Winterwind anrennend, immer schneller immer schneller Richtung Hotel. Die Treppe rauf haarscharf neben dem roten Teppich vorbei an den Livreeeaffen die ihn wieder nicht für James Bond hielten aber er war ihm jetzt gleichgültig im Aufzug die erste Seite anstarrend neunter Stock Stopp ins Zimmer den Mantel auf den Boden sich selbst auf das Bett geworfen. Seitdem las er. Liest er. Un. Unterbrochen.

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Ein Kommentar zu “Frau ohne Gefühle VI

  1. mara sagt:

    ach, ich ja wieder. wenn er denn ununterbrochen liest, wie kann er denn da den brief schreiben? ist es überhaupt derselbe leser? oder ein parallelfund im buchladen? und wieso ist der schnee zu gefährlich? ist marisa eine schnecke?!? du siehst, ich bin nicht geschaffen für fortsetzungsgeschichten, jetzt schneckenschnirkeln die gedanken… 😉 , hoffe, du findest bald zeit für die fortsetzung,
    mit völlig unegoistischen grüßen, mara 😉

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